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Sie ging zu dem Tor, welches sich bizarr und dĂŒster anmutend,
aus den Nebelschwaden erhob. Wie gerne hÀtte sie es durchschritten.
Doch dazu fehlte ihr der Mut.
Aus der Finsternis versuchten bedrohliche,
gierige HĂ€nde nach ihr zu packen.
Ihre unbeschreibliche, nicht erklÀrbare Sehnsucht trieb sie voran.
Schritt fĂŒr Schritt, wie hypnotisiert, auf das Gebilde zu.
Die HĂ€nde, die aus dem Dunkeln nach ihr griffen und
sie letztlich auch erreichten, als sie ihnen zu nahe kam,
zogen sie nun wie ein Sog durch die Pforte hindurch.
Auf der anderen Seite gab es keine Farben.
Alles wirkte beklemmend und Angst einflöĂend schwarz.
Gefangen in einem Labyrinth,
doch nur einer der Wege fĂŒhrte ans Ziel.
Die HĂ€nde, welche sie erst als bedrohlich wahrnahm,
wurden ihre einzigen GefÀhrten.
Von ihnen gefĂŒhrt, erreichte sie ihr Ziel.
Auch das Zentrum des Irrgartens war schwarz.
War es wirklich das was sie suchte?
Je lÀnger sie sich umsah, desto mehr nahm
sie die Besonderheit dieses Ortes wahr!
Arrangiert mit der Dunkelheit, lernte
sie alle ihre Sinne zu benutzen.
Erkundete die abstrakten und bizarren Gebilde,
welche sich in Umrissen vor ihr abzeichneten.
Abstrakt und bizarr, aber vollendet in ihrer Form.
Selbst die Rosen! Ungewohnt anders!
Begehrenswert die Schlichtheit ihrer Farbe: Schwarz!
Und erst jetzt, ohne das gewohnte, bisher assoziierte Rot,
bemerkte sie die Schönheit ihrer Form........
Ihr Armen...
...ihr, die ihr jene verurteilt, die ihr GlĂŒck
in den bedrohlich wirkenden FĂ€ngen fanden!
Ihr, die ihr ein Leben an dem festmacht,
wie es aussieht!
Ihr, die ihr Farben voraussetzt,
um beurteilen zu können, was schön ist und was nicht:
Nur wer die Formen erkennt, erkennt die wahre Schönheit
des Lebens. Erkennt den Sinn des Seins, seine VielfÀltigkeit
und hat nicht umsonst gelebt.
Nicht fĂŒr jeden sind die HĂ€nde bestimmt.
Nicht jeden können sie greifen, geschweige denn fĂŒhren.
Nicht jeder kann die Dunkelheit ertragen.
Aber verurteilt nicht die, welche den Mut haben, ihre Bestimmung
dort zu suchen und letztlich auch finden.
Sie sind glĂŒcklicher als ihr auch nur ahnen könnt
und jemals zu begreifen in der Lage seid.
Um es zu verstehen, fehlt euch die Sehnsucht.
Und der Mut.
Der Traumfaenger im Juli 2007
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