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Kurzfassung:
Die submissive O, eine erfolgreiche Pariser Modefotografin, lässt sich widerstandslos von ihrem Geliebten René auf das abgeschiedene Schloss Roissy bringen. Roissy ist ein Privatanwesen, in dessen Inneren sich viele submissive Frauen dem Willen der Männer unterwerfen. Dort lässt sich O aus Liebe zu René zu einer perfekten Sub ausbilden. Im Rahmen ihrer Ausbildung wird sie gefesselt, ausgepeitscht, maskiert und gelehrt, jederzeit und für jeden sexuell verfügbar zu sein. O lernt eine gehorsame „Sklavin" zu sein, dennoch bleibt sie stets selbstbewusst und ist sich ihrer Macht über die Männer in ihrer Umgebung im Klaren. Nichts geschieht, ohne dass sie zuvor nach ihrem Einverständnis gefragt wird.
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Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung stimmt sie der Bitte Renés zu, als weiterem Liebesbeweis vorübergehend bei seinem väterlichen Freund Sir Stephen zu wohnen und sich dessen Wünschen bedingungslos zu fügen. Sir Stephen erweist sich als noch dominanter als René, daher verliebt sich O in ihn. Als finalen Beweis ihrer Liebe unterzieht sie sich einer weiteren, noch strengeren Ausbildung in einem ausschließlich von Frauen bewohnten und geleiteten Anwesen namens Samois. Dort willigt sie ein, ein Branding und ein Schamlippenpiercing in Form von Ringen als endgültiges Zeichen ihrer Unterwürfigkeit zu erhalten.
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Anmerkungen:
Über die Autorin (Dominique Aury) habe ich ja bereits einen Artikel in BDSM History geschrieben. Um das Buch der "O" ranken sich vermeintlich große Geheimnisse. Fakt ist, dass das Ende der Geschichte offen ist und eine Fortsetzung angekündigt wird. Die Fortsetzungen, die geschrieben wurden, flossen jedoch nicht aus der Feder der Aury, sondern wurden von anderen Autoren verfasst.
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Leider halten diese nicht das, was das Original verspricht. Auch die gekürzte Fassung des Originals, welche es standardmäßig im Buchladen zu kaufen gibt, reisst viele Geschehnisse aus dem Zusammenhang und verfälscht damit die wirklich bizarr-erotisch und gefühlvolle Geschichte zu einem plumpen und Vorurteil bedienenden S/M Kitsch.
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Wenn Ihr sie noch nicht gelesen habt, seid also bestrebt an eines der seltenen Originale heran zu kommen. Dann ist es wirklich lesenswert (subjektive Einschätzung). Auch die Verfilmung ist empfehlenswert, aber da gilt das gleiche wie für das Buch: Nur das Original hält, was der Mythos verspricht.
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November 2008, Der Traum Faenger
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